Januar 2012 Jetzt im Winter ist es kaum vorstellbar, dass wir durch die Klimaerwärmung in neunzig Jahren im Süden und Osten Deutschlands unter Dürre leiden und Tagestemperaturen von fast fünfzig Grad erreichen können. Das sagt der Kieler Klimaforscher Mojib Latif voraus, wenn die Erwärmung um vier bis fünf Grad bis zum Jahr 2100, wie vom UNKlimarat als möglich vorhergesagt wird, einträfe. Was wird dann in unseren Gärten wachsen?
Gehölze helfen Heizkosten zu sparen, weil sie den Wind bremsen. Durch eine optimale Bepflanzung lassen sich etwa zehn Prozent Energiekosten sparen. Eine gewisse Winddurchlässigkeit der Bepflanzung ist vorteilhaft, weil sie dadurch nur wenige Luftwirbel bilden. Bei Gehölzen mit einer guten Verzweigung nimmt die Wirkung nach dem Laubfall nur um zwanzig Prozent ab. Optimal ist eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit Laub abwerfenden und wintergrünen Arten.
Hecken geben dem Garten Struktur. Sie markieren Grenzen, fassen Beete ein und schützen Sitzplätze vor Wind und neugierigen Blicken. Aber welche Gehölze sind geeignet? Die Auswahl sollte hinreichend bedacht werden. Bis zum Pflanzen im März ist dafür noch reichlich Zeit.
Zur Grenzmarkierung reicht eine niedrige Hecke bis zu einem Meter Höhe. Hierfür eignen sich blühende Gehölze wie Spierstrauch (Spirea bumalda und S. japonica), Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) oder Johanniskraut (Hypericum patulum). Empfehlenswert sind unter anderem auch Buchsbaum (Buxus sempervirens), Berberitze (Berberis thunbergii) oder Stechpalme (Ilex aquifolium, I. crenata und I. meserveae).
Als Sichtschutz sind hochwachsende Gehölze wie Feldahorn (Acer campestre), Liguster (Ligustrum vulgare), Hainbuche (Carpinus betulus) und Rotbuche (Fagus sylvatica) geeignet. Im Wachstum kaum zu bändigen sind Lebensbaum (Thuja spp.), Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) und Eibe (Taxus media).
Im Gegensatz zur regelmäßig geschnittenen gibt es auch freiwachsende Hecken. Diese beanspruchen viel Platz und sind deshalb für die meisten Gärten ungeeignet.
Liegengebliebenes Laub, Reisighaufen oder Holzstapel bieten vielen Tieren Winterquartier. Lassen Sie alles liegen, ausgenommen auf dem Rasen, damit die Tiere ungestört bleiben, und warten Sie mit dem Aufräumen bis zum Frühling.