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Pollensammler und Nektarschlürfer


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Honigbiene

Ohne Gräser, Blumen und Sträucher gäbe es keine Tiere, ohne tierische Blütenbefruchter und Samenverteiler wären jedoch die meisten Pflanzen bald zum Aussterben verurteilt. Nur etwa ein Fünftel der einheimischen Pflanzenarten, meistens Gräser und Bäume, werden vom Wind bestäubt und können deshalb auf bunte, auffallende Blüten verzichten.

Rund 80
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Wollschweber

Bienen sind unter den Insekten vollkommen von Blütenpflanzen abhängig, da sich sowohl die Entwicklungsform, die Larven, als auch die fertigen Bienen ausschließlich von Pollen und Nektar ernähren. Unsere Honigbienen sind Universalbienen, die die ganze warme Jahreszeit fliegen. Die Flugzeit einer Sammelbiene beträgt zwar nur einige Wochen, doch der soziale, mehrjährige Bienenstaat erneuert sich ständig, auf dem Höhepunkt vermehrt sich ein Volk um etwa 2.000 neu geschlüpfte Bienen täglich. Da Honigbienen als ganzes Volk überwintern, haben sie einen angeborenen Trieb zur Vorratswirtschaft, der sie zum Nektar- und Pollensammeln über den Tagesbedarf hinaus veranlasst. Eine Jahresproduktion von 50 kg Honig und etwa 30 kg Polleneintrag bei günstigem Wetter ist normal. Hoch gerechnet müssen rund 20 Millionen Rotkleeblüten oder 7,5 Millionen Rapsblüten besucht werden, um 1 kg Honig zu erzeugen, welch intensive Bestäubungsarbeit an Obstbäumen und Nutzpflanzen dabei geleistet wird, ist erkennbar.

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Wespe und blaue Aasfliege

Die dichtbepelzten Hummeln sind die Bienen der kälteren und nördlicheren Regionen. Da sie nur einjährige Sommerstaaten bilden, müssen sie in relativ kurzer Zeit sehr viel Blütenpollen und Nektar sammeln. Die Königinnen können noch bei 2 ÞC, Arbeiterinnen bis 6Þ C ausfliegen und Blüten besuchen. Dank ihrer großen Augen können sie sich auch in der Dämmerung noch zurechtfinden, wenn Bienen ihre Sammeltätigkeit schon längst beendet haben. Selbst bei schlechter, regnerischer Witterung fliegen diese schweren Insekten und verhindern in Jahren mit ungünstigem Wetter einen völligen Ernteausfall. Pflanzen mit tiefen Blütenkelchen sind fast ausschließlich auf die langrüsseligen Hummeln als Bestäuber angewiesen, und manche Rachen- und Röhrenblüten kann man als typische „Hummelblumen“ bezeichnen.

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Ackerhummel auf Distel

Außer unseren Honigbienen gibt es in Mitteleuropa rund 500 Arten von Wildbienen. Die wild lebenden Bienenarten führenmeist ein Einsiedlerleben. Sie besitzen eine sehr starke Bindung an Blüten. Alle, mit Ausnahme einiger schmarotzenden Arten, sammeln mit Hilfe spezieller Organe Nektar- und Blütenpollen, und lagern sie zur Versorgung ihrer Nachkommen in vorbereiteten Bruträumen ein. Diese können sich in Sand, Lehm, Totholz, Höhlungen oder Felsenspalten befinden und führte zu Artnamen wie Sand-, Mauer-, Blattschneider- oder Holzbienen. Von den Wildbienen werden viele von anderen Bestäubern vernachlässigte Blütenpflanzen, darunter auch gefährdete und seltene Arten angeflogen und befruchtet.

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Rosenkäfer

Alle Wespenarten sind sehr flugaktive Insekten, die als Treib- und Kraftstoff auf Nektar, Honigtau, Frucht- oder Baumsäfte angewiesen sind. Aus einzeln überwinterten Königinnen entstehen Sommerstaaten, deren Larven ausschließlich mit eiweißhaltigen, tierischen Stoffen gefüttert werden. Auf leicht zugänglichen Doldenblüten von Bärenklau, Engelwurz, Möhre oder Petersilie tanken Wespen energiereichen Nektar, machen aber hier auch Jagd auf Fliegen, Raupen, Spinnen und Bienen als Nahrung für ihre Brut. Blumen, welche besonders Wespen anlocken, sind Orchideenarten wie Echte Sumpfwurz, Breitblättrige Sumpfwurz und Zweiblatt, aber auch Thymian, Efeu, Faulbaum und Zwergmispel.

Rund 300 Arten von Schwebfliegen sind in Mitteleuropa beheimatet. Sie zählen neben Schwärmern und Libellen zu den besten Fliegern im Insektenreich. Als Schwirrfliegen können sie sekundenlang im Rüttelflug in der Luft verharren, blitzschnell davonschießen, vorwärts, rückwärts, sowie auf und ab fliegen. Die Energie für diese Flugleistungen holen sie sich als Nektar von leicht zugänglichen Doldenblüten.

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Verschiedene Fliegen gesellen sich zum Pfauenauge

Die höchste Anpassung zwischen Blüte und Bestäuber ist sicher bei den Schmetterlingen erreicht. Die Rüssellänge kann bei Tagfaltern bis zu 28 mm, bei Nachtfaltern bis zu 80 mm betragen. Mit ihnen kann nur flüssige Nahrung aufgenommen werden. Tagfalterblumen mit langen, engen Kronröhren sind Heide-, Pech- und Lichtnelken, Primeln, Frühlingsenziane, Disteln, Rotklee und Flieder. Nachtfalterblumen haben noch längere Blütenröhren und einen intensiven Duft. Zu ihnen zählen: Nachtkerze, Geißblatt, Seifenkraut, Zaunwinde und Leimkraut.

Käfer waren im Verlauf der Erdgeschichte mit die ersten Blütengäste, spielen heute jedoch als Bestäuber eine ziemlich bescheidene Rolle. Leicht abzuerntender Blütenpollen von Korb-, Dolden- und Rosenblütlern, sowie Hahnenfußgewächsen werden bevorzugt, gelegentlich wird sogar die ganze Blüte aufgefressen. Die meisten Blütenpflanzen brauchen Insekten als Überbringer ihrer Pollen von Blüte zu Blüte. Bienenartige Insekten erhalten zum Lohn Nektar und Blütenstaub als Nahrung für sich und ihre Larven; Wespen, Schwebfliegen und Falter benötigen Nektar für Energie als fertige Insekten, Käfer verzehren Blütenpollen eher als Beikost oder Nachspeise.

G.D.

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