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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Hecken als lebende Wände


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Immergrüner Liguster. Blätter im Winter auch oft violettbraun.

Eine Hecke ist ein lebender Zaun und nicht so starr wie eine Mauer oder eine Holzwand. Sie schließt das Grundstück nach außen ab und schafft auch innerhalb des Gartens abgegrenzte Bereiche. Eine genügend hohe und dichte Hecke sorgt für Sicht- und Windschutz sowie ein günstiges Kleinklima und damit für Behaglichkeit in unserem grünen Wohnzimmer.

Pflanzschnitt


Damit die Pflanzen besser anwachsen und sich von Anfang an gut verzweigen werden die einjährigen Triebe von wurzelnackten strauchartigen Laubgehölzen (ohne Ballen) stark - um mindestens zwei Drittel - zurückgeschnitten. Bei Pflanzen mit einem stammartigen Mitteltrieb sind die Seitentriebe und der Mitteltrieb einzukürzen. Laubgehölze mit Erdballen und stammartigem Mitteltrieb erhalten einen etwas schwächeren Rückschnitt, der den Pflanzen die gewünschte Form gibt. Bei den oben genannten Laubgehölzen erfolgt der Rückschnitt gleich nach der Pflanzung. Nadelgehölze werden erst im Frühjahr in Form geschnitten.

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(1) Wurzelnackte strauchartige Laubgehölze werden nach der Pflanzung stark zurückgeschnitten, damit sich von Beginn an eine dichte Verzweigung entwickelt.

(2) Heckenpflanzen mit Mitteltrieb ohne Wurzelballen werden nach der Pflanzung stärker zurückgeschnitten als
solche mit Ballen.

(3), (4) Ein oben etwas abgerundeter Schnitt entspricht mehr der natürlichen Form.

Richtiger Heckenschnitt


Formierte Hecken sind arbeitsaufwendig. Das sollte man berücksichtigen, bevor man sich für eine geschnittene Hecke entscheidet.

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Flechtzäune, die mit Schlingpflanzen oder anderen schmal zu haltenden Gehölzen begrünt werden, sind auch eine Möglichkeit einen Sichtschutz zu erzielen.

Wichtig! Eine wesentliche Voraussetzung für eine dichte Hecke ist, dass diese nach der Pflanzung nicht zu schnell in die Höhe wächst. Nur ein regelmäßiger, stärkerer Rückschnitt gewährleistet eine gute Verzweigung auch im inneren und unteren Bereich. Ansonsten entstehen im Inneren der Hecke lange nicht verzweigte Triebe. Ein Zustand, der sich später kaum korrigieren lässt. Die Hecke wird allmählich in die Höhe gezogen, indem bei jedem Heckenschnitt von dem neuen Triebzuwachs jeweils etwa 5 bis 10 cm, bei Chamaecyparis und Thuja etwa bis 15 cm stehen gelassen werden. Das längere Warten, bis die gewünschte Höhe erreicht ist, wird mit einer kompakteren Hecke belohnt. Um dichte und gut geformte Hecken zu erhalten werden Laubgehölze zweimal im Jahr geschnitten. Günstige Termine sind für den ersten Schnitt Ende Juni und den zweiten im August. Nadelgehölze sind weniger arbeitsaufwendig. Sie erhalten nur einmal im Sommer - in der Regel im Juli - einen Rückschnitt.

Gut geeignet für geschnittene Hecken 0Bild Nr 3617B1077780735.jpg

Die Form der Hecke


Pflanzen brauchen Licht. Deshalb werden Hecken so geschnitten, dass sie unten breiter sind als oben und ihre Wände eine Schräge bilden. So wird einem Verkahlen im unteren Bereich vorgebeugt. Die Hecke bleibt auch unten dicht. Nach längerer Zeit können Hecken auch bei regelmäßigem Schnitt zu hoch werden. Die in diesem Beitrag empfohlenen Gehölze vertragen auch einen kräftigen Rückschnitt in den älteren Teil der Hecke.

W. O.

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