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Niller

Fruchtfolge im Gemüsegarten: Jedes Jahr wird gewechselt


Rettichschwärze
Rettichschwärze
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Dezember 2002 Es steht außer Zweifel, dass bei mehrjährigem Anbau von Gemüse der gleichen Pflanzenfamilie auf demselben Beet das Wachstum zurückgeht und die Erträge absinken. Bodenstruktur und Nährstoffhaushalt werden einseitig beansprucht, Krankheiten und Schädlinge nehmen überhand.

Die Folgen sind zum Beispiel Kohlhernie, Rettichschwärze, Salat- und Zwiebelfäulen, Welkekrankheiten bei Gurken, Tomaten, Auberginen u.a. Deshalb sollte vor allem keine Gemüseart mit langer Wachstumszeit aus der "Verwandtschaft" vor Ablauf von drei Jahren auf dem gleichen Standort angebaut werden. Dies betrifft bei den Kohlarten in erster Linie die späten Kopfkohlarten sowie Rosenkohl und Blumenkohl. Sehr empfindlich reagiert auf einen Nachbau Spinatgemüse wie Spinat, Mangold und Rote Rüben.

Petersilienkrankheit
Petersilienkrankheit
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Bei den Wurzel- und Knollengemüsen sind es Möhren, Sellerie, Pastinaken, Petersilie, Kartoffeln, Knollenfenchel sowie Rettiche. Auch Speisezwiebeln und Knoblauch vertragen eine Abwechslung. Der Porree dagegen kann ohne Bedenken jahrelang auf den gleichen Standort zu stehen kommen. Hülsenfrüchte, vor allem Erbsen, sollten erst nach vier bis fünf Jahren den gleichen Standort erhalten. Auch bei Stangenbohnen ist ein Wechsel von einigen Jahren ratsam. Bei den Fruchtgemüsen wie Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Kürbissorten lohnt ebenfalls ein konsequenter Wechsel. Gemüsearten mit kurzer Wachstumszeit, vor allem Salate, Radieschen, Endivie, Feldsalat u.a. müssen nicht unbedingt in dieses Schema einbezogen werden.

Kohlhernie
Kohlhernie
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Jedoch sollten verwandte Gemüsearten innerhalb eines Anbaujahres nicht unmittelbar aufeinanderfolgen, zum Beispiel Blumenkohl nach Frühkohlrabi, Rote Rüben nach Frühspinat, Eissalat nach Kopfsalat oder späte Buschbohnen nach Erbsen. Ein Anbauplan mit den Umrissen der Beete, in die jahrgangsweise die jeweiligen Gemüsearten eingetragen werden, ist jedem Gemüsegärtner anzuraten. Die abgebildeten Krankheiten u.a.m. können im Garten auftreten, wenn der Fruchtwechsel keine Beachtung findet.

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16. März 2012

Gabrielle

Mir ist nach diesem Artikel noch nicht ganz klar, wie wichtig die Fruchtfolge z.B. für Zuckererbsen ist. Soll man jedes Jahr einen anderen Standort suchen? Oder kann man unbedenklich ein paar Jahre hintereinander Zuckererbsen am selben Standort wachsen lassen? Wenn ja, wie viele Jahre? Bitte um genauere Angaben.
Mit freundlichen Grüßen,

Gabrielle


Schlagworte dieser Seite:

Fruchtfolge, Kohlhernie, Rettichschwärze, Salatfäule, Welkekrankheiten, Zwiebelfäule

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