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v.E.

Rhododendron in Gärten


Lachsfarbener Rhododendron
© Esebeck
Lachsfarbener Rhododendron
September 2002 Der Name Rhododendron war bereits in der Antike bekannt. Er entstand aus der Zusammensetzung rhodon = Rose und dendron = Baum. Beide Bezeichnungen "Rosenbaum" ergeben einen Namen, der im alten Griechenland für den Namen Oleander Gültigkeit hatte. 1883 brachte A. Cesalpino (1519 − 1603) den Namen in Verbindung mit der Rostblättrigen Alpenrose, R. ferrugineum und der Behaarten Alpenrose, Almenrausch, R. hirsutum der Alpen (s. Foto).


Rundblättriger Rhododendron
© Esebeck
Rundblättriger Rhododendron

nach obenBedeutung – Wesensart

Kommt das Gespräch auf immergrüne Pflanzen, so denkt man meist nur an immergrüne Laubgehölze, die in unserem Klima zum Teil etwas empfindlich sind. Einzuschließen sind auch die etwas ernst erscheinenden Nadelgehölze in ihren unterschiedlichen Wuchsformen. Meist wird den immergrünen Gärten der ernste, etwas düstere Charakter vorgeworfen, der gewiss für eine lange Winterzeit zutrifft. Jedoch lässt sich dieser Gartenteil jederzeit "aufhellen", um ihm ein fröhliches Aussehen zu geben. Beispiele gibt es zur Genüge. Kletternde Waldreben an Nadelgehölzen sind ein Blickfang von ansprechender Wirkung sowie mit dem bekannten Jelängerjelieber, Lonicera. Selbst mit wenigen Pflanzen kann eine "immergrüne Ecke" oder ein "Wintergarten" im Freien zusammengestellt werden.

Behaarte Alpenrose
© Esebeck
Behaarte Alpenrose

nach obenVerwendung – Herkunft – Klima

Rhododendren sind in öffentlichen Grünanlagen, landschaftlich gestalteten Parks wegen ihrer Farbenvielfalt eine Bereicherung. Mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen bieten sich viele Möglichkeiten einer geeigneten Verwendung an. Erfolge bei Pflanzung sind aber nur dann zu erwarten, wenn man sich näher mit ihren Lebensbedingungen beschäftigt, die sich von anderen Pflanzengattungen erheblich unterscheiden. Sie sind humiden Klimabedingungen angeglichen, Gebieten, die eine hohe Niederschlagsmenge und eine ebenso hohe Luftfeuchte bei niedrigen Temperaturen aufweisen. Bekannt ist, dass im norddeutschen Raum die führenden Baumschulen ihre Anzucht betreiben. Begünstigte Lagen sind für uns die Küstengebiete (Oldenburg). Ihrer Herkunft nach sind sie vorwiegend auf der nördlichen Halbkugel vertreten, wie Nordamerika, dem Himalaja-Gebiet und Zentralchina. Mitentscheidend für das Wachstum sind die Lage und das Kleinklima.

Gelbblühender Rhododendron
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Gelbblühender Rhododendron
Optimales Wachstum ist ihnen in geschützten Lagen gegeben, wo die Kaltluft abfließt. Für windoffene Situationen sind Schutzpflanzungen zu empfehlen. Voraussetzung für ein kontinuierliches Gedeihen mit reichem Knospenansatz ist die Licht-, Wasser- und Nährstoffversorgung. Wenn auch der Lichtmenge große Bedeutung zukommt, ist die Sonnentoleranz bei den einzelnen Arten sehr unterschiedlich. Heißes, trockenes Wetter führt in absehbarer Zeit zum völligen Erschlaffen der Blüte und erhöht gleichzeitig die Verdunstung der Blattfunktion. Bezogen auf den heimatlichen Standort wachsen sie im Schutz hoher Bäume. Namhafte Anpflanzungen stehen ebenfalls geschützt im Schirm hochschäftiger Bäume. Durch Farbindikatoren lässt sich jeder Boden auf seine Reaktion bestimmen. So neigen Lehmböden zur Verdichtung und geringen Wasserdurchlässigkeit, so dass Meliorationen (Bodenverbesserungen) angebracht sind, die sich auf Be- und Entwässerung beziehen. Sandböden sind durchlässig und trocknen schnell aus. Staunässe im Wurzelbereich ruft Wurzelschädigungen hervor. Für eine notwendige Bodendurchlüftung sorgen kiesige, von Steinen durchsetzte Böden mit einer Humusauflage (Waldböden); Kalkböden sind auszuschließen. Der pH-Wert liegt zwischen 4.0 und 5.5.

Frühblühender Rhododendron
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Frühblühender Rhododendron

nach obenPflanzzeit – Pflanzung – Düngung

Die beste Pflanzzeit sind die Frühjahrsmonate bis in den Mai und den frühen Herbst. Der Flachwurzler wird mit Ballen gepflanzt in halbschattiger Lage. Windgefährdet erhält er eine Verankerung (zwei Pfähle). Wichtig: nicht tiefer pflanzen als er vorher gestanden hat. Ein Pflanzschnitt ist nicht erforderlich. Die Pflanzstelle wird mit Rindenhumus verbessert. Eine Düngung im März erfolgt mit stets phosphorbetonten Mitteln (schwefelsaures Ammoniak, Superphosphat), Menge ca. 30 g/m2. Vor Winterbeginn ist gründlich zu wässern, da Rhododendren bei gefrorenem Boden viel verdunsten. Sie sind winterhart, vertrocknen aber bei Wassermangel!

Schädlinge: Weiße Fliege, Rhododendronzikade, der Überträger der häufig auftretenden Knospenfäule. Über die Arten- und Sortenzahl geben Baumschulkataloge Auskunft.

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