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Hahnenfußgewächse


Die artenreiche Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae, umfasst Wild- und Kulturpflanzen, wie Leberblümchen, Rittersporn, Akelei, Trollblume, Sumpfdotterblume und weitere. Die Familie ist kosmopolitisch (weltweit) verbreitet. Ihre Artgenossen bewohnen die gemäßigten und kalten Zonen der nördlichen und südlichen Halbkugel. Ihr Schwerpunkt liegt in Ostasien.

Einführung
Die Blüten sind unterschiedlich aufgebaut. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, andere werden windbestäubt, die einjährigen Arten bestäuben sich selbst. Am Beispiel der vorjährigen „Blume des Jahres“, der Sumpfdotterblume (s. F+G 4/99), ist der gelbe Blütenstand endständig gleich dem des Buschwindröschens; nämlich eine einfache fünfblättrige dottergelbe „Hahnenfußblüte“.

Aus der Zahl der Gattungen verdient der recht bekannte Hahnenfuß, Ranunculus, Beachtung. Gegenüber anderen Pflanzen in der Blumensprache mit wohlwollenden Hinweisen, kommt bei dem vertrauten Hahnenfuß mit der Äußerung „Deine Freundschaft ist erheuchelt“ gerade kein Kompliment zum Ausdruck.


Artenzahl und Wahl
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Wasserhahnenfuß
(R. aquatilis)

Trotzdem verdient die heimische Art in ihrer Anspruchslosigkeit und Anpassungsfähigkeit an den Boden unsere Aufmerksamkeit. Weit verbreitet auf feuchten Wiesen der Scharfe Hahnenfuß, R. acer, der von Mai den ganzen Sommer über gelb blüht. Seine Name bezieht sich auf die handförmig geteilten Grundblätter von hahntrittähnlicher Gestalt. Bis auf einige Ausnahmen ist die Blattform für die Artenzahl typisch. Weißblütig von Juni bis August der Wasserhahnenfuß, R. aquatilis, der unterschiedlich geformte Blätter ausbildet. Er entwickelt nierenförmige schwimmende Oberwasserblätter, während die untergetauchten Blätter fiederteilige, zipfelförmige Form annehmen und dem Leben unter Wasser angepasst sind.

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Gold-Hahnenfuß
(Ranunculus auricomus)

Mit Beginn des Frühlings im April überrascht der Gold-Hahnenfuß, R. auricomus, mit auffallend linearen Blättern und goldgelber Blüte. Anzutreffen ist er häufig in nährstoffreichen Laubwäldern. Starke Behaarung zeichnet den Wolligen Hahnenfuß, R. lanuginosus, aus, der im Mai seine leuchtend dottergelben Blüten preisgibt. Wegen der zurückgeschlagenen Kelchblätter und einem knollig verdickten Stengelgrund ist er leicht von anderen Arten zu unterscheiden.


Verwendung im Naturgarten
Bis auf den Wasserhahnenfuß mit weißen Blüten, ist das Blütengelb für die angeführten Arten bezeichnend. In ihrer ursprünglichen Form lassen sich die Arten in Gartenteilen mit Wildpflanzencharakter ansiedeln. In ihrer über Monate übergreifenden Blütezeit tragen sie dazu bei, den Boden farblich zu beleben. Einzubeziehen sind auch die bodenbedeckenden Wildstauden, wie Trollblumen, Mädesüß, Waldmeister, Gedenkemein. Nicht zu vergessen wären die zeitigen Frühlingsblüher unter den Zwiebel- und Knollengewächsen. Erwähnenswert unter den Frühlingsschätzen Blaustern, Buschwindröschen, Märzenbecher, Schneeglanz, Schneeglöckchen. Als Partner sind nicht zu grelle Farbtöne zu wählen, die das natürliche Waldbild stören würden.


Pflegemaßnahmen
Für die Erhaltung ist nur ein verhältnismäßig geringer Arbeitsaufwand erforderlich. Zur Unterhaltung gehört kein regelmäßiges Säubern Das Laub wird belassen, sofern es die Pflanzen in ihrer Entwicklung nicht stört. Ständiges Hacken und Graben würde das Wachstum ungemein hindern. v.E.

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