Das Wissen um die Nützlichkeit von Insekten im Garten dürfte längst Allgemeingut sein. Unser Leser Dieter Kleine-Horst hat den kleinen Helfern ein "Insektenhotel" geschaffen.
Die lästigen Mücken und Schnaken kommen aus dem Wasser und wohnen nicht in diesem Hotel. Auch keine Schädlinge wie Blattläuse und Raupen. Diese sollen ja von den "Hotelgästen" bekämpft werden.
Die meisten der Hotelbewohner werden wir aber kaum zu sehen bekommen, denn sie sind sehr klein und einige auch noch nachtaktiv. Dennoch können wir den Bienen, Wespen und Hornissen bei ihrer Arbeit zusehen. Sie werden uns in Ruhe lassen, wenn man den nötigen Respekt hat und Abstand hält.
Es ist nur ein kleiner Beitrag zum Naturschutz. Aber die sehr nützlichen Kleintiere finden hier eine Rückzugsmöglichkeit, ein kleines Biotop, eine Bleibe für die Nacht, für das Brutgeschäft und auch zur Überwinterung.
Unser Hotel bietet Unterschlupf für Florfliegen, Marienkäfer und Ohrwürmer, allesamt nützliche Helfer im Kampf gegen Blattläuse und andere Pflanzenschädlinge.
Eine Vielzahl der Insekten ist für die Bestäubung der Blüten in unseren Gärten zuständig. Einen wesentlichen Anteil haben dabei die Wildbienen. Vielen Bienenarten wie Schlupf-, Grab-, Falt- und Wegewespen hat Herr Kleine-Horst ein neues Zuhause gegeben. Nun summt und brummt es den ganzen Tag vor dem "Hotel".
Wer nicht gleich ein komplettes Hotel für Insekten bauen will, der sollte ihnen wenigstens eine kleine Hilfe anbieten. Man kann bereits mit einer Handvoll zusammengebundener Holunderzweige von etwa 20 cm Länge einen Beitrag leisten. Oder, was viele schon kennen, man hängt einen Blumentopf, gefüllt mit Stroh oder Heu, in einen Strauch und es wird nicht lange dauern bis die ersten Ohrwürmer eingezogen sind. Die machen sich dann am Tage oder in der Nacht über die Blattläuse her.
Im übrigen ist die hier vorgestellte Wand, (1,6 x 2,0 m) mit den verschiedenen Materialien auch ein schöner Blickfang, hinter dem man zum Beispiel den Komposthaufen verstecken kann.
Wer daran interessiert ist, das "Insektenhotel" nachzubauen, der kann den Bauplan gegen eine geringe Gebühr von
Dieter Kleine-Horst
Hundertbaumstraße 18
Tel. 02304-80186
Fax 02304-86357
44267 Dortmund beziehen.
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Aufbau-Schema
1 Weiden
2 Äste aus diversen Hölzern etwa 15 cm lang
3 Eichenklotz 8 x 8 mm stark, 280 mm lang. Hier werden Löcher hineingebohrt – möglichst tief – mit Durchmessern von 2, 3, 4, 5 und 6 mm. Die Aufteilung ist beliebig.
4 Äste aus Holunder, etwa 15 cm lang
5 Kalksandstein 17,5 x 11,5 x 24 cm – ist im Baustoffhandel erhältlich. In den Stein Löcher von 4, 6 und 8 mm bohren – Aufteilung beliebig
6 wie Nr. 4
7 Kasten für Florfliegen, 12 bis 15 cm breit, 28 cm hoch 15 cm tief. Gefüllt mit Heu oder Stroh. Die Ansichtsfläche sollte rot gestrichen werden.
8 Gitterziegel 11,5 x 11,5 x 24 cm
9 wie Nr. 2
10/11/14 Nistraum für Bienen, Wespen und Hornissen. Hier habe ich von hinten eine Glasscheibe eingebaut, so kann ich jederzeit sehen wer eingezogen ist, ohne die Waben zu zerstören. Die Vorder- und Rückwand ist aus zusammengeleimten Latten gemacht, es waren Reste aus den Bohlen. Der Schreiner wird sicher ein paar Latten von 2 bis 3 cm Stärke schneiden (wasserfester Holzleim).
12 Hier habe ich kleinmaschigen Draht vor die Konstruktion setzt. Dahinter sind kleinen Holzstückchen, alles Reste.
13 in die Wand wurden 5 Blumentöpfe eingearbeitet, soll ebenfalls für Wespen sein (nur aus gestalterischen Gründen).
15+17 Gitterziegel wie Nr. 8
16/19/20/21 wie Nr. 2 nur 25 cm lang
18+22 Holzscheite – gespaltenes Holz – 25 cm lang
23+24 Birkenholz senkrecht gestellt, 25 cm lang
Wichtig:
Die Größe ist variabel. Holzflächen nicht imprägnieren und die Front nach Süd oder Südwest ausrichten. Kleine-Horst