Familienheim und Garten

 
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Der Hausbaum


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Goldregen

„Und ginge morgen die Welt unter, ich pflanzte noch heute ein Apfelbäumchen.“ Dieses Bekenntnis von Martin Luther und die Verehrung, die von unterschiedlichen Völkern den Bäumen entgegengebracht wurde, sowie viele Sagen über seine Symbolkraft, zeigen deutlich, dass der Baum von jeher eine große Bedeutung für den Menschen hatte.

Auch in unserem Garten sollte wenigstens ein Baum das Bild mitbestimmen. Als Größter unter allen Pflanzen spielt er im wahrsten Sinne des Wortes eine herausragende Rolle. Bäume prägen maßgeblich das Erscheinungsbild eines Gartens. Bereits ein einziger Baum kann dem Garten ein völlig anderes Aussehen verleihen.

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Der Inbegriff der Japanischen Zierkirsche. Dieser prächtige, jedes Jahr mit gefüllten Blüten übersäte Großstrauch trägt den Namen Prunus s. „Katzan“.

Sorgfältig auswählen


Bei der Auswahl sollten wir bedenken, dass Bäume mit zunehmendem Alter sehr groß werden können. Ihre großen Kronen, die viel Schatten verursachen und ihr breites Wurzelwerk lassen dann anderen Pflanzen kaum noch Licht und Nährstoffe zum Wachsen. Sie können so den Rahmen eines Hausgartens sprengen. Beispiele hierfür sind die sehr groß werdenden und schnell wachsenden Birken und Blaufichten. Wer dennoch gern einen solchen Baum in seinem Garten haben möchte, sollte sich einen Zeitrahmen setzen und nach 20 bis 30 Jahren den Garten auslichten und umgestalten. Wir sollten also dem Baum genügend Platz geben und gut überlegen wie groß er werden und wie lange er stehen soll. Als Hilfe bei der Auswahl können Kataloge von Baumschulen oder Fachbücher herangezogen werden.

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Zierapfel mit Winterreif.

Mit Bäumen lassen sich unliebsame Wände von Nachbargrundstücken verdecken oder auch Einblicke in den Garten verhindern. Um im Winter genügend Licht in die Wohnräume zu bekommen, pflanzen wir in Hausnähe vor den Fenstern Laubbäume.

Freier Blick


Das Grundstück wird weniger eingeengt, wenn wir Bäume, die vor der Terrasse oder mitten im Grundstück stehen, mit so hoch angesetzten Kronen pflanzen, dass wir darunter hindurch schauen können. Der Garten wirkt so größer.

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Eberesche

An den angenehm kühlen Schatten eines Sitzplatzes unter dem Blätterdach eines Baumes kann eine Markise bei weitem nicht heranreichen. Als Schattenspender kommen vor allem Bäume mit breiteren Kronen in Betracht. Die Japanische Zierkirsche Prunus serrulata „Kanzan“ wirkt zusätzlich mit ihrer überragenden rosa Blütenpracht. Auch ein Obstbaum, wie Apfel, Birne oder Kirsche kann als Hausbaum gewählt werden. Diese zeichnen sich nicht nur, wie die Ziergehölze, durch eine schöne Blüte aus sondern erfreuen uns obendrein mit ihren Früchten.

Die Zieräpfel gehören, je nach Sorte, zu den kleineren bis mittelgroß wachsenden Bäumen. Sie machen zweimal auf sich aufmerksam, im Frühjahr mit ihrer reichen Blüte in weißen oder rosa bis roten Tönen und im Herbst mit ihrem beeindruckenden Fruchtschmuck. Das gleiche gilt für die Eberesche, Sorbus aucuparia. Dieser mittelgroße Baum wird 6 bis 12 m hoch und wächst in der Jugend stärker, später stockend. Hervorzuheben sind sein lockerer Kronenaufbau, die dekorativen gefiederten Blätter mit einer prachtvollen gelb bis orangenen Herbstfärbung und der reiche, leuchtend rote Fruchtbehang.

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Tulpen-Magnolie, M. soulangiana

Eine bizarre Wuchsform mit flach ansetzenden Ästen weist die Scheinbuche, Nothofagus antarctica, auf. Der kleine Baum oder mehrstämmige Großstrauch wird 6 bis 10 (15) m hoch, hat kleine Blätter, die sich im Herbst prächtig goldgelb färben. Im Vorgarten oder an der Terrasse platziert, wird er seine besondere Wirkung nicht verfehlen.

Zu den hohen Sträuchern oder kleineren Bäumen mit 5 bis 7 m Höhe gehört der Goldregen, Laburnum watereri „Vossii“, der in jedem Frühjahr mit seinen goldgelben, kaskadenartig herunter hängenden Blütentrauben seinem Namen alle Ehre macht. Seine Früchte sind leider giftig.

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Rotbart-Ahorn, Acer rutiberve

Ein durch seine großen tulpenförmigen Blüten und seine Blütenfülle beeindruckender Hausbaum ist auch die Tulpen-Magnolie, Magnolia soulangiana. Dieser Großstrauch oder kurzstämmige Baum wächst relativ langsam, so dass es viele Jahre dauert, bis er seine endgültige Höhe von 4 bis 8 m erreicht.
Kleinere bis mittelhohe Bäume, die mit ihrem leuchtenden Herbstlaub zu prächtigen Blickpunkten werden, finden wir auch unter den zahlreichen Ahorn-Arten. So besticht zum Beispiel der Feld-Ahorn, Acer campestre, mit seinem leuchtend gelben Herbstlaub. Diesen Großstrauch gibt es ebenso wie den Rostbart-Ahorn, Acer rufinerve als Hochstamm mit Krone. Der Rostbart-Ahorn weist neben seinem goldorangenen bis karminroten Herbstlaub auch eine interessante Rindenzeichnung mit weißen Längsstreifen auf.

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Kugel-Ahorn

Formbäume


Der Kugel-Ahorn, Acer platanoides „Globosum“ bildet, auch ohne Schnitt, wie der Name sagt eine kugelförmige Krone. Dieser Ahorn gehört zu den Kleinen unter den Bäumen und wächst verhältnismäßig langsam. Er ist daher auch gut zur Bepflanzung von kleinen Flächen, wie zum Beispiel vor der Haustür, geeignet.

Ein malerisches Bild gibt auch die Trauerbirke, Betula pendula „Youngii“ ab. Sie bleibt im Gegensatz zu ihren meisten Artgenossen mit 4 bis 6 (8) m Höhe vergleichsweise niedrig und besticht mit ihrer schirmartigen Krone und senkrecht herunter hängenden Ästen, die oft bis zum Boden reichen. Der Baum lässt sich noch weiter in die Höhe ziehen, wenn man den mittleren herabhängenden Ast an einer Stange hoch bindet. Dieser Baum ist vor allem auch für kleinere Gärten geeignet und wer dort nicht auf eine Birke verzichten möchte, findet hiermit eine Alternative zu den schnell groß werdenden Weiß-Birken.
In der Regel wird man einen Laubbaum als Hausbaum wählen. Wo jedoch genügend Platz vorhanden ist und der Baum den Lichteinfall durch die Fenster nicht vermindert, kann beispielsweise auch eine Korea-Tanne zum bestimmenden Blickpunkt im Garten werden.

W.O.
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