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Wohnen mit Kübelpflanzen


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Gestaltung mit Kübelpflanzen

Seit uralten Zeiten besteht eine enge Beziehung des Menschen zur Pflanze. Für uns Nordländer ist es das Florenreich des Südens, das uns durch seine landschaftlichen Reize immer wieder in den Bann zieht; nämlich der Wunsch die floralen Schönheiten aus nächster Nähe zu bewundern. Diese Wahrnehmung führte um 1650 zum Bau der Orangerien – Überwinterungsräume von nicht winterharten Pflanzen – entstanden aus den Pomeranzenhäusern (Orangen- Zitronenpflanzen).

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Eingangsschmuck

Geschichtlicher Rückblick


Blickt man in die Gartenkunst zur Zeit der klassischen französischen Gärten, so stand das Vorbild der Orangerien in dem berühmten Park von Versailles, der als plantes de l’ orangerie bezeichnet wird. So sind letztlich Kübelpflanzen „Wanderpflanzen“, die von Mai bis in den Oktober im Freien zu halten sind und vor Frosteinbruch eingeräumt werden. Kühler, heller Standort bei 6 bis 12 Grad Celsius.

Pflanzenangebot



Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um die Pflege und Kultur von Pflanzen fremdländischer Florengebiete unterschiedlicher Herkunft, die durch auffällige farbige Blüten ins Auge fielen und schon in der Antike, zur Zeit der Pharaonen auf Wandmalereien dargestellt wurden. Importierte Gewächse in Kübeln wurden zur eigenen Repräsentation und zur Präsentation des Gartens an exponierter Stelle aufgestellt, um den Zauber der Ferne zu vermitteln. Das Pflanzenangebot früherer Zeiten setzte sich überwiegend aus der südlichen Vegetationszone des Mittelmeerraumes und Süd-Europa zusammen; später wurde es wesentlich bereichert durch die vielseitigen Reisemöglichkeiten der letzten Jahrzehnte in die Tropen und Subtropen, deren unerschöpfliche Farbenpracht an begehrten Kübelpflanzen gekennzeichnet ist. Wer schon mit ihnen Verbindung aufgenommen hat wird festgestellt haben, dass auf Terrassen und Balkonen oft Schmetterlinge und Insekten vom Duft der Pflanzen angelockt werden.

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Kamelie, Camellia japonica

Das Teegewächs Ostasiens ist in der geschichtlichen Entwicklung eng mit Dresden verbunden, da die Hofgärtnerei 1801 eine rotblühende Form erhielt, die heute noch Beachtung verdient. Wintertags wird das mächtige Exemplar durch ein fahrbares Überwinterungshaus gegen Frost geschützt. Es sind immergrüne Gewächse, die im atlantisch feucht, warmen Klimabereich ihre Lebensansprüche finden. Als blühende Hecken größeren Ausmaßes sind sie in England auch als Schnittblume beliebt. In Heckenform werden sie im Schnitt gehalten. Im Sommer halbschattig im Freien, Überwinterung bei 9 bis 12 ÞC. Empfindlich gegen Temperaturschwankungen. Schädlinge: Schildläuse, Blasenfüße.

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Oleander – dominierend im urbanen Bereich

Oleander, Nerium oleander

Er gehört zu den beliebtesten Kübelpflanzen. Der Franzose bezeichnet ihn Laurier-rose, Lorbeerrose, da seine Blätter lorbeer-, seine Blüten rosenähnliches Aussehen haben. Er wird den Hundsgiftgewächsen zugeordnet und ist ein Verwandter des Immergrüns – alle Teile gifthaltig (Gefäßkrankheiten). Vom heimatlichen Standort ist die Pflanze Begleiter von Bächen. Also stets feucht halten. Angeboten werden Farbsorten und Sortennamen. Überwinterung bei 8 bis 10 ÞC, hell, luftig. Vermehrung durch Stecklinge.

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Schmuck- oder Kaplilie, Agapanthus praecox
Vom Herkunftsland wird sie noch Afrikanische Liebesblume genannt. Vielfältig sind Kombinationen auf Schmuckbeeten in Hausgärten oder auch in Blumengestecken. Festzustellen aber ist, dass die Farbe Blau im Pflanzenreich verhältnismäßig wenig vertreten ist. Mit schmalen bandförmigen Blättern, fleischigen weißen Wurzeln und Blütenständen bis zu über hundert in einem Stand, ist sie auch weißblühend und blau anzutreffen. Bis Anfang des 19. Jhr. war sie eine beliebte Dekorationspflanze der Parkanlagen und Wintergärten. Stets war es das kräftige satte Blau von Juli bis September. Am Bekanntesten sind die Headbourne-Hybriden. Mit Einbruch des Winters sind die Kübelpflanzen zur Ruhezeit hereinzuholen. Temperatur 10 bis 12 ÞC; mäßig gießen, denn Staunässe ist schädlich.

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Prinzessinnenblume, Tibouchina urvilleana
Fast ganzjährig blühend – von November bis in den Mai – hat sich die gebürtige „Brasilianerin“ unter den Blütenpflanzen einen Namen gemacht. Mit stark behaarten Blättern blüht sie über mehrere Monate. Eine besondere Eigenart der ausgefallenen Pflanze, ein Schwarzmundgewächs, sind die typisch geknickten Staubfäden (s. Blütenmitte, Foto links). Ihre Heimat sind die Bergwälder Amerikas, vorwiegend aber Brasiliens. Aufrechtwachsend mit kletternden Eigenschaften. Im Handel oft als Hochstamm von ansehnlicher Gestalt erhältlich. Bei greller Sonne leicht beschatten. Wintertags 5 bis 10 ÞC. Durch Entspitzen der Triebe buschige Form. In den Sommermonaten reichlich gießen, den Winter über sparsamer. Erwähnenswert sind noch: Agave, Bleiwurz, Engelstrompete, Myrte, Ölbaum, Roseneibisch.

v.Esebeck
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