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Hecken als lebende Wände


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Die immergrünen Taxus baccata „Overeynderi“ ergeben rund um’s ganze Jahr eine gute, dichte Hecke. Die Pflanzen und Samen sind giftig. Nicht jedoch der fleischige Samenmantel. Von den Vögeln werden die roten Beeren gern gefressen. Die harten Samenkerne werden unverdaut ausgeschieden und so weiter verbreitet.
Das Wort Hecke ist abgeleitet von dem germanischen Sprachbegriff Hag. Die weitere Abwandlung führte zu dem Wort Häg, welches für Behaglichkeit steht. Damit sind wir beim Thema. Mit einer geschnittenen Hecke wird bei wenig Platzbedarf eine große Dichte erreicht. Eine solche lebende Wand ist jedoch bei weitem nicht so starr wie eine Mauer oder eine Holzwand. Eine Hecke schließt das Grundstück nach außen ab und schafft auch innerhalb des Gartens abgegrenzte Bereiche. Eine genügend hohe und dichte Hecke sorgt für Sicht- und Windschutz sowie ein günstiges Kleinklima und damit für Behaglichkeit in unserem grünen Wohnzimmer.

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Hainbuchen eignen sich gut für Hecken. Ihr trockenes Laub haftet oft bis zum Frühjahr.

Grenzabstände
Sichtschutz-Hecken sollten eine Höhe von mindestens 200 bis 250 cm haben. Bei der Planung sind die in den Bundesländern unterschiedlichen Regelungen des Nachbarrechtes hinsichtlich der Grenzabstände zu beachten, um späterem Ärger mit den Nachbarn vorzubeugen. Hilfestellung in Fragen des Nachbarrechtes gibt es auch bei den Landesverbänden des Deutschen Siedlerbundes. Eine andere Möglichkeit besteht darin in Absprache mit dem Nachbarn die Hecke auf die Grenze zu pflanzen – Kosten und Pflege werden geteilt.

Pflanzabstände
Der Pflanzenbedarf je laufender Meter (lfd. m) Hecke hängt sowohl von der Pflanzenart, jedoch in stärkerem Maße von der Größe der Pflanzen ab. Mit kleineren Pflanzen erzielt man bei einem engeren Stand schneller und leichter eine dichte Hecke. Andererseits lässt sich mit großen Hecken-Pflanzen mit Wurzelballen oder im Container eine weitgehend fertige Sichtschutzhecke – ohne Wartezeit – mit einer Höhe von 2 m und mehr erstellen.

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Zur Planungserleichterung einige Beispiele für den Bedarf von Pflanzen je lfd.m Hecke.

Ein Beispiel für den unterschiedlichen Pflanzenbedarf
Von einmal in der Baumschule verpflanzten 80 bis 100 cm großen Hainbuchen pflanzt man 5 Stück auf den lfd. m. Von der gleichen Pflanzenart finden Pflanzen der Größe 200 bis 225 cm mit Wurzelballen für eine weitgehend fertige Sichtschutzhecke zwei Pflanzen je lfd.m Platz. Verständlich, dass für die Hecke ohne Wartezeit aus großen Pflanzen, die in der Baumschule während mehrerer Jahre herangezogen wurden, tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.
Welche Arten sind geeignet

Gehölze, die dichte, schmale Hecken bilden sollen müssen einen ständigen Schnitt vertragen und die Eigenschaft besitzen sich in der gesamten Pflanzenhöhe fortwährend gut zu regenerieren, das heißt neu auszutreiben. Darüber hinaus müssen sie sich auch durch den Schnitt auf eine bestimmte Größe begrenzen lassen. So erreicht zum Beispiel eine Hainbuche als ausgewachsener Baum eine Höhe bis 20 m und eine Breite bis 12 m. Andererseits ist die Hainbuche sehr geeignet für eine formierte Hecke, die sich bei einem regelmäßigen Schnitt über Jahrzehnte in einer Höhe von 2 bis 3 m halten lässt.

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Rotbuche mit glänzendem Laub. Wächst stark, daher für höhere Hecken geeignet.

Das Pflanzen in den Graben
Bei einer einreihigen Hecke ist es nicht zweckmäßig die Pflanzen in einzelne Löcher zu setzen. Vielmehr wird besser entlang einer gespannten Schnur ein Graben ausgehoben. Bei kleineren Pflanzen genügt in der Regel das Ausheben von einer Spatenbreite und -tiefe. Für große Ballenpflanzen muss der Graben etwas größer gemacht werden. Bei verdichteten Böden wird die Grabensohle zusätzlich gelockert. Der ausgehobene Boden kommt auf eine Seite und wird mit Komposterde sowie Hornspänen verbessert. Das Pflanzen geht einfacher, wenn für kleinere Pflanzen – ohne Ballen – der Graben wieder soweit aufgefüllt wird, dass das Wurzelwerk in die richtige Höhe kommt. Die Arbeit wird außerdem erleichtert, wenn eine zweite Person beim Auffüllen des Grabens die Pflanzen in die richtige Position hält. Am Schluss werden ein Gießrand geformt und die Pflanzen gut eingewässert.

W.Opitz

Wird fortgesetzt

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