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Zwiebelblumen: Partnerschaft mit anderen Frühlingsgehölzen


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Duft-Schneeball, oben in Sommer- untern in Winterblüte

Nach winterlicher Vegatationsruhe, oft begleitet von höheren Frostgraden, erwartet den Gartenbesitzer in freudiger Hoffnung die bevorstehende Frühlingszeit. Als Pflanzenfreund wünscht er sich die in unseren Breitengraden lebenden Vorfrühlingsblüher, eine bunte Farbpalette, an die er sich zum Schmuck seines Gartens seit Jahren gewöhnt hat.

Außer den hinreichend vertrauten Frühlingsboten, wie Schneeglanz, Primeln, Märzbecher, Christrose und Anemonen, die in der nordischen Mythologie als Lieblingsblumen der Feen, Elfen und Nixen im Volksmund eine gewisse Rolle spielen. Außerdem wird er von einer Anzahl ausgeprägter Holzgewächse in der Frühlingsszenerie überrascht sein. Zu verdanken haben wir die Einführungen den namhaften Pflanzensammlern wie unter anderem dem Japanforscher RF. v. Siebold (1796 bis 1866) aus Würzburg, der auf zahlreichen Weltreisen eine große Pflanzenzahl nach Europa mitbrachte.


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Märzenbecher

Frühlingsblumen


Wegen ihrer zeitigen Blütenpracht werden sie oft als „Winterblumen“ bezeichnet und sind wie die nicht unbekannte Christ- oder Schneerose, Heleborus niger, zu einem unschätzbaren Gartenschmuck geworden. Auch Nieswurz genannt wurde sie in der Antike als Heilpflanze geachtet und zur Zeit von Horaz (65 v. Chr.) gegen Geisteskrankheiten verabreicht (pulverisierter Wurzelstock), auch als Schnupfpulver.

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Stern-Magnolie

Populär aber doch erwähnenswert der März- oder Märzenbecher, Leucojum vernum, lokal noch unter dem Namen Frühlings-Knotenblume oder das Große Schneeglöckchen geführt. Merkmal: Gegenüber dem Schneeglöckchen laufen die Blütenblätter in eine auffällige gelbe Spitze aus. Durch Entfernen vom Naturstandort leider sehr zurückgegangen. Bei guter Dränage, nicht zu feuchtem, aber kalkhaltigem Boden, ist eine Dauerpflanzung von Sträuchern zu empfehlen.

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Steinhasel

Lenzboten


Krokus und Safran sind einem jeden vom Namen nicht unbekannt, vor allem wenn man sich an das alte Kinderlied der Jugendzeit erinnert... „Safran macht den Kuchen gel(b)“. Herkunftsmäßig stammen die Wildkrokusarten aus dem MitteImeergebiet und haben sich bis in die Alpenregion der Länder verbreitet. Bei uns ist der Krokus schon im 12. Jahrhundert bekannt gewesen. Für den Gartenfreund sind beide angeführten Namen unersetzlich. Der Safran-Krokus, Crocus sativus, wurde schon im Altertum als Gewürz angebaut. In Spanien in größeren Kulturen. Für 1 kg Safran werden 5000 bis 8000 Safrannarben benötigt! Blüte violett im September, November. Gegensätzlich dazu verhalten sich die Frühjahrsblüher, die aus reinen Arten bestehen und teils aus Kreuzungen hervorgegangen sind. Anmutig C. sieberi, violett, C. tommasinianus, lavendelblau; außerdem der Goldlackkrokus, C. angustifolius. Er bildet wahre „Goldnester“ und öffnet sich zeitig an sonnigen Tagen mit schmalzipfligen goldgelben Blüten. Begleitet wird der Mensch etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts von der vielfältigen Tulpenpracht, die sich aus den niedrigen Botanischen und den höheren Gartentulpen zusammensetzt. Vermutlich wurden die Tulpen bereits vor rund tausend Jahren im Orient gepflegt. Für eine kleine „Frühlingsecke“ eignen sich die grazilen Blüten der Wildtulpen, die stets mit ihrem bunten Farbenspiel den Frühling in die Tat umsetzen. Sortennamen anzuführen würde zu weit führen, da die farbigen bebilderten Kataloge zur Genüge Auskunft geben. Beliebt Tulipa eichleri, purpurrot, T. biflora, gelb, T. violecea, violett. Zu weiteren Gartenvertrauten gehören die großblumigen Narzissen und die reizenden Zwergnarzissen. Beliebt die Trompeten-Narzissen, die unter „Osterglocken“ geführt werden. Verwendung finden sie zwischen Stauden oder flächenmäßig gepflanzt in größeren Gruppen. Schmuckvoll sind die Dichter-Narzissen, N. poeticus, die auf den Wiesen der Steiermark auftreten.

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Frühlingsflor im Steingarten

Frühlingsflor unter Baum und Strauch


Betont wird das Blühen der Zwiebelgewächse im Unterholz in ihrer arteigenen Schönheit durch Partnerschaft mit bewärten Vorfrühlingsblühern unter den Blütengehölzen; letztendlich angelegt in naturnaher Lebensgemeinschaft. Gleichfalls sind die Zwiebelpflanzen ein dankbarer Schmuck als Kübel- und Balkonpflanze.

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Krokus-Winterling

Kleines Sortiment


Ein köstlicher Duftspender ist der wohlriechende Schneeball, V. farreri, der bereits im Dezember, April seine Schönheit preisgibt; ebenfalls die Kreuzung, V. x bodnantense ‘Dawn’. Zu den „Juwelen“ gesellt sich noch die Winterblüte, Chimonanthus praecox, aus China, die oft schneebereift vor Laubausbruch ihre Blüten zeigt. Auch die zierliche Scheinhasel, Corylopsis spicata oder C. pauciflora (bis 1 m) sollte man sich in den „Garten holen“, denn mit ihren duftenden gelben Kätzchen trägt sie zum Frühlingserwachen wesentlich bei. Einen solitären Blickfang bietet stets an geschützter Stelle die japanische Stern-Magnolie, Magnolia stellata ‘Rosea’ mit zartrosa Blüten im März.

v. E.
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